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Was bedeutet Widerspruch?

Mit einem Widerspruch sagen Sie dem Amt: Ich bin mit diesem Bescheid nicht einverstanden.

der Widerspruch · die Widersprüche (Mehrzahl)

Das Amt muss seine Entscheidung dann noch einmal prüfen. Es kann den Bescheid ändern oder aufheben. Sonst entscheidet es mit einem Widerspruchsbescheid.

Für den Widerspruch gibt es eine Frist, meistens einen Monat. Die Frist steht in der Rechtsbehelfsbelehrung am Ende des Bescheids.

Der Widerspruch muss schriftlich sein. Unterschreiben Sie ihn. Eine einfache E-Mail reicht in der Regel nicht. Sie können ihn auch beim Amt aufschreiben lassen.

Bei Steuerbescheiden, Bußgeldbescheiden und meist auch beim Kindergeld heißt das nicht Widerspruch, sondern Einspruch.

Beispielsatz

Hiermit lege ich Widerspruch gegen Ihren Bescheid vom 18.09.2026 ein.

Das können Sie tun

Heben Sie einen Nachweis auf, dass Ihr Widerspruch angekommen ist. Zum Beispiel eine Kopie mit Eingangsstempel des Amts oder einen Fax-Sendebericht.

Frist berechnen

  • Bescheid Ein Bescheid ist ein Brief, in dem ein Amt über Ihren Fall entscheidet.
  • Rechtsbehelfsbelehrung Die Rechtsbehelfsbelehrung ist ein Text am Ende eines Bescheids. Sie erklärt, wie Sie sich gegen den Bescheid wehren können.
  • Widerspruchsbescheid Mit dem Widerspruchsbescheid entscheidet das Amt über Ihren Widerspruch.
  • Einspruch Mit einem Einspruch wehren Sie sich gegen bestimmte Bescheide, zum Beispiel vom Finanzamt oder gegen einen Bußgeldbescheid.
  • Frist Eine Frist ist die Zeit, in der Sie etwas tun müssen, zum Beispiel antworten oder Widerspruch einlegen.
  • Überprüfungsantrag Mit einem Überprüfungsantrag bitten Sie zum Beispiel das Jobcenter, einen alten Bescheid noch einmal zu prüfen.